Linked Data

Linked Data erlaubt das Auffinden, Verbinden, Beschreiben und das Nachnutzen aller Arten von Daten. Objekte werden mit sogenannten URI's identifiziert. Informationen zu diesen Datenobjekten werden mit Semantic-Web-Standards (z.B. RDF) dargestellt. Erkennbar sind diese an der Struktur Subjekt-Prädikat-Objekt, beispielsweise eine Monographie (Buchobjekt) "hat als Autor" (Prädikat" "Peter Muster" (Objekt).

Im Zusammenhang mit dem Datenklau bei Facebook wird oft auch SOLID (social linked data) genannt. Anstatt einem Dritten ein Bild von sich zur Verfügung zu stellen, kann ein Benutzer auch nur einen Link auf des Bild bekanntgeben. Damit kann der Benutzer das Bild ändern oder löschen, wenn er dies möchte, ohne den Dritten zu fragen. Dies ist aber nur möglich, wenn der Dritte das Bild ausschliesslich über den Link zugreift, und nicht herunterlädt, um eine eigene Bildersammlung anzulegen. Auch hier ist Missbrauch möglich und keinesfalls auszuschliessen.

Datenschutzgesetz

Das Schweizer Datenschutzgesetz wurde 2020 total revidiert und ist in seiner neuen Fassung am 1. September 2023 in Kraft getreten, zusammen mit der neuen Datenschutzverordnung (DSV). Die Revision selbst ist abgeschlossen, aber die Anwendungspraxis entwickelt sich weiter. Besonders relevant ist das Thema KI: Der EDÖB hat am 8. Mai 2025 bestätigt, dass das DSG technologieneutral und direkt für alle KI-Anwendungen gilt. Praktisch heisst das u.a., dass Nutzer wissen müssen, ob sie mit KI kommunizieren (Transparenzpflicht, Art. 19), und dass eine Datenschutz-Folgenabschätzung bei hohem Risiko – etwa bei Profiling oder Gesichtserkennung – obligatorisch ist (Art. 22). Das Bundesamt für Justiz (BJ) erarbeitet bis Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage zur KI-Regulierung. Damit wird die Schweiz die KI-Konvention des Europarats umsetzen.

Eurospider Information Technology AG
Winterthurerstrasse 92
8006 Zürich