Krypto-Transaktionen

Über Blockchains laufen viele Krypto-Transaktionen. In welchem Verhältnis stehen diese zu traditionellen Transaktionen mit FIAT-Währungen? Gemäss [1] wurden in den letzten Monaten täglich etwas mehr als 200’000 Bitcoin-Transaktionen durchgeführt.

Das sind verhältnismässig wenig, verglichen mit den täglichen ca. 30 Mio. SWIFT-Transaktionen [2]. Beim Volumen ist der Unterschied noch grösser: Gemäss [3] ist der Wert, der in 24 Stunden transferierten Bitcoins 6.8 Mrd. Dollar. Das ist rund 1100-mal weniger als bei SWIFT im gleichen Zeitraum [4]. Die blaue Linie in Grafik 1 zeigt die Anzahl verwendeter Bitcoinadressen pro Tag. Ersichtlich ist ein wiederkehrendes Muster: Zu Wochenbeginn steigt die Anzahl verwendeter Adressen und sinkt hin zum Wochenende wieder ab.

Adresses per day

Bei Ethereum zeichnet sich ein etwas anderes Bild ab: Hier wurden im Jahr 2018 bis anhin im Schnitt 776'411 Transaktionen pro Tag verzeichnet [5]. Das Marktvolumen der letzten 24 Stunden betrug am 25. Juli 2.1 Mrd. Dollar [6]. Im Vergleich zu Bitcoin wird weniger Geld transferiert, jedoch finden wesentlich mehr Transaktionen statt. Verglichen mit den SWIFT-Transaktionen sind es jedoch ebenfalls wenig. Die rote Linie in Grafik 1 zeigt die Anzahl aktiver Ethereum-Adressen. Seit Jahresbeginn hat sich die Anzahl täglich verwendeter Ethereumadressen denjenigen der Bitcoin-Blockchain angeglichen. Auch hier ist während der Woche eine Zunahme von Transaktionen verglichen mit dem Wochenende zu erkennen.

Datenschutzgesetz

Das Schweizer Datenschutzgesetz wurde 2020 total revidiert und ist in seiner neuen Fassung am 1. September 2023 in Kraft getreten, zusammen mit der neuen Datenschutzverordnung (DSV). Die Revision selbst ist abgeschlossen, aber die Anwendungspraxis entwickelt sich weiter. Besonders relevant ist das Thema KI: Der EDÖB hat am 8. Mai 2025 bestätigt, dass das DSG technologieneutral und direkt für alle KI-Anwendungen gilt. Praktisch heisst das u.a., dass Nutzer wissen müssen, ob sie mit KI kommunizieren (Transparenzpflicht, Art. 19), und dass eine Datenschutz-Folgenabschätzung bei hohem Risiko – etwa bei Profiling oder Gesichtserkennung – obligatorisch ist (Art. 22). Das Bundesamt für Justiz (BJ) erarbeitet bis Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage zur KI-Regulierung. Damit wird die Schweiz die KI-Konvention des Europarats umsetzen.

Eurospider Information Technology AG
Winterthurerstrasse 92
8006 Zürich

 

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